False-Positive-Bug
November 7, 2006
Ich hatte gestern die PIN meiner Bankomatkarte vergessen. Ich habe also dreimal mit völliger Überzeugung, die richtige Kombination einzugeben, die falschen Zahlen verwendet. Dann wurde die Karte vom Bankomaten eingezogen. Rien ne va plus.
Es kommt sehr, sehr selten vor, dass ich den Code vergesse, aber eine Erkenntnis bleibt mir: wenn’s beim ersten mal eingeben nicht klappt, sollte man es bleiben lassen.
Das dumme an diesem Vorfall ist, dass bei der Filiale bei der ich abheben wollte, die Karte am Tag danach als manipuliert ausgewiesen wurde. Nun haben Banken für einen solchen Incident aber eine Policy: Die Karte darf dem Kunden nicht wieder ausgehändigt werden, sie wird nach “Wien” geschickt, geprüft und von dort wieder zur Ausgabebank gesendet oder eben vernichtet. Das ist ein langwieriges Verfahren, das bis zu zwei Wochen dauern kann. Freude!
Für meinen Fall, dass der Code zu oft falsch eingegeben wurde, stimmt das aber nicht, wie mir ASAP/Maestro/Europay versichern. Dann darf die Bank durchaus die Karte aushändigen, sofern sich der Kunde ordnungsgemäß authentisieren kann und die Hausbank die Ausgabe der Karte autorisiert. Ja wenn, wenn dieses ominöse Flag der Manipulation nicht gewesen wäre und mir der zuständige Herr bei der Bankfiliale gleich die Wahrheit gesagt hätte (”wenn der Code falsch war muss die Karte nach Wien“) und er sich sofort bei ASAP erkundigt hätte, dann hätte ich die Karte mittlerweile wieder in meinem Besitz (der Konjunktiv macht hier einfach Spaß). Aber Luigis Mitarbeiter sind nun mal recht flott!
Das ärgerliche daran ist, das laut Auskunft der ASAP dieses Flag (für eine manipulierte Karte) ein Bug in deren Software ist und demnach ein False-positive darstellt. Ich wurde also Opfer eines Bugs (abgesehen davon, dass ich die PINs falsch eingegeben hatte).
Technorati Tags: bankomat, card, pin, bank, security, false positive
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